- Gernot
- Lesezeit: 3 Minuten
Nachwort
Als DI Heinz Hamp und ich am 30. Mai 2024 die Ausstellung „Zeitbomben” konzipierten, haben wir beide nicht mit einem derart großen Zuspruch gerechnet.
Nach zwei Öffnungstagen und dem Besuch von mehreren Schulklassen “wanderte” die Ausstellung an sieben Originalschauplätze, wo sie sechs Wochen für jede:n frei zugänglich war. Zum Abschluss konnte sie im Rothen Hof besichtigt werden. Mit der Ausstellung wollten wir die Möglichkeit schaffen, dass jede:r für sich einen ganz persönlichen Blick auf diesen Tag unserer Ortsgeschichte werfen, die Zitate, Niederschriften der Zeitzeugen und die Bilder auf sich einwirken lassen kann. Sie war auch ein DANKE an die Generation vor uns, die sich die Ärmel hochgekrempelt und alles wieder aufgebaut hat.
Viele interessante Informationen und bisher in diesem Zusammenhang nicht gezeigtes Bildmaterial wurden mir seither übergeben und waren die Motivation zum Schreiben dieses Buches. Ohne Oberst Markus Reisner - dem Herausgeber des Buches “Bomben auf Wr. Neustadt”, erschienen im Kral Verlag - wäre es mir nicht möglich gewesen, die Sichtweise auf die USAAF - Bombengeschwader darzustellen. Seiner akribischen Forschungsarbeit ist es zu verdanken, dass mir die Informationen für dieses Buch zur Verfügung standen. Herr Dr. Günther Stefanits, der maßgeblich an der Entstehung der Chronik “750 Jahre Hornstein” beteiligt war, stellte mir Informationen und das Bildmaterial der Frühwarnanlage Selma kostenlos zur Verfügung. Vielen Dank dafür. Martin Garcocz und Hannes Szivacz gilt ein großes Dankeschön für Bilder der Luftbilddatenbank Dr. Carls GesmbH. Ein großes Danke gilt den lokalen Autoren bzw. Gesprächspartner:innen - Artner Martha, Blümel Roderich, Gadinger Eduard und Friedrich, Hertzka Rudolf, Hertzka Werner, Kanzian Hedy, Kellner Marianne, Leopold Hans, Paulik Ludwig, Rosenmaier Alfred, Schantz Josef, und Tanzer Johann - diverser Chroniken, Druckwerken, bzw. Aufzeichnungen, deren Werke und/oder Erzählungen als Basis für den Inhalt des Buches dienten.
Zu guter Letzt, ein riesiges Dankeschön an Sie als Leser:in des Buches und Ihr Interesse an der Ortsgeschichte.
Pottendorf, im Oktober 2024
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Beschreibung Luftangriff
Vorwort Luftangriff
Stand 9/2026
- Gernot
- Lesezeit: 2 Minuten
Vorwort
Seit über 140 Jahren geprägt von der Textilindustrie, hatte sich unsere Heimatgemeinde bis zum 30. Mai 1944 als Industrieort ständig weiterentwickelt.
Mit der Bombardierung Wr. Neustadts - einem der wichtigsten Standorte für die Herstellung von Flugzeugen der Deutschen Wehrmacht - geriet die Produktion ins Stocken. Die Chefetage sah sich veranlasst, Teile der Produktion in andere Betriebe auszulagern. Die Pottendorfer Teppichfabrik wurde Ende 1943 zu einem dieser Auslagerungsbetriebe, womit unsere Heimatgemeinde in den Fokus der Alliierten rückte, sollten doch die Anlagen der Luftwaffenfertigung nachhaltig ausgelöscht werden.
Am Pfingstdienstag des Jahres 1944 bombardierten amerikanische Bomber Siegersdorf, Pottendorf und Landegg. 20 Bewohner:innen fanden den Tod, zahlreiche Gebäude lagen in Schutt und Asche und der stolze Industrieort war mit einem Schlag Geschichte. Die Existenzgrundlage für den Großteil unserer Bevölkerung wurde durch die Wucht der Bomben zerstört.
Das Buch schildert die Ereignisse von einem der schlimmsten Tage unserer Ortgeschichte aus zwei Perspektiven. Abwechselnd werden die alliierten Bomber in allen Phasen des Luftangriffes vom Start bis zum Abdrehen in Richtung Heimatflughafen begleitet und im Wechselspiel dazu Niederschriften und/oder Erzählungen von Bewohner:innen aus Siegersdorf, Pottendorf und Landegg geschildert.
Pottendorf, 26. Oktober 2024
Beschreibung Luftangriff
Nachwort Luftangriff
Stand 9/2026
- Gernot
- Lesezeit: 2 Minuten
Präambel
Heute schieben Mama, Papa, Oma oder Opa ein vierrädriges, buntes Plastikgefährt an einer eineinhalbmetrigen Stange mit ihrem zwar selbst gehen könnenden - wohl aber nicht gehen wollenden - Nachwuchs am Gehsteig vor sich her. Am Ende der Stange nicht nur Mamas, Papas, Omas oder Opas Hand, sondern auch die Leine, die am Hals eines mehr oder weniger großen, bellenden Vierbeiners endet. Die zweite Hand umschließt ein Smartphone, welches - leicht gekippt - vor dem Mund von Mama, Papa, Oma oder Opa darauf wartet mehr oder weniger sinnhafte Schallwellen aufzunehmen um diese - bestenfalls nur einige Meter weit, gegebenenfalls aber auch blitzschnell um den halben Erdball - aus dem Lautsprecher des weiblichen oder männlichen Gesprächspartners tönen zu lassen.
Direktor Ludwig Paulik, der Verfasser des Pottendorfer Heimatliedes, hätte heute wahrscheinlich seine liebe Not, aus oben beschriebener Momentaufnahme einen Refrain auf Papier zu bringen. Er schrieb: „Dort ging ich an der Mutter Hand, dort liegt mein teures Heimatland.” Damit war alles beschrieben, alles gesagt. Tatsächlich war es so, dass mein Schwesterherz und ich an Mamas Hand durch Pottendorf, Landegg, Siegersdorf und Wampersdorf - damals gab´s noch keine Großgemeinde - gingen und ihren Erzählungen lauschten. An den Sonntagen, war „Groß Familientag“, da waren diverse Tanten, Onkeln, Cousins und mein Pepi-Opa mit seiner Milla-Oma dabei. Was die alle zu erzählen wussten über die Häuser, die Leute und wie es früher so war, als sie noch Kinder waren. Mir wurde von meinen Liebsten eine Verbundenheit zu meinem Heimatort vermittelt. So konnte ich für mich erfahren, was „meinen” Ort ausmacht, auszeichnet und von anderen unterscheidet. Die Identität ist nichts Vorgegebenes oder etwa die Summe von Gebäuden, Straßen, Parks und kommunalen Einrichtungen, sondern einzig und allein das Resultat der Schaffenskraft von Menschen, deren Kreativität und deren Umgang miteinander.
Ich lade dich ein, mit mir einen Blick auf unsere Großgemeinde - zumindest auf Teile davon - zu werfen, Einblick in die Blütezeit als ehemaligen Handels-, Gewerbe- und Industriegemeinde zu nehmen und die Entwicklung bis heute zu beobachten. Schlendern wir - imaginär - Hand in Hand durch Pottendorf, Landegg, Wampersdorf und Siegersdorf, staunen wir über das, was vielleicht in Vergessenheit geraten ist und verfolgen gemeinsam die Entwicklung unseres Ortes. Vielleicht entdeckst du dabei - für dich ganz persönlich - Ansatzpunkte, die dich in besonderer Weise mit unserem Heimatort verbinden.
Wenn du soweit bist, lass uns einfach loslegen. Zu Beginn besuchen wir eines der ältesten Unternehmen Pottendorfs. In meiner direkten Nachbarschaft, Hauptstraße 22, steht - und das schon seit vielen, vielen Jahren - das ehemalige Brauhaus und die spätere Malzfabrik.
Beschreibung Band 1
Epilog Band1
Stand: 9/2026
- Gernot
- Lesezeit: 3 Minuten
Epilog
Vielen Dank, dass du mich zu den verschiedenen Betrieben, Personen, Plätzen, Straßen, Häusern und Festivitäten in unserer Großgemeinde begleitet hast. Natürlich war das nur ein kleiner Querschnitt von dem, was unsere vier Ortsteile zu bieten haben. Aber ein Anfang ist gemacht. Und weil es mir - ich hoffe auch dir - soviel Spaß gemacht hat, gibt es eine Fortsetzung davon. Zu erzählen gibt´s ja noch genug und Bildmaterial ist auch noch sehr viel da.
Ach ja, bevor ich es vergesse: zwei Sachen wollte ich noch ansprechen:
Das Buch ist kein historisches Werk, welches penibel recherchiert unsere Ortsgeschichte erzählt. Die Geschichten sind aus meinem ganz persönlichen Blickwinkel, also subjektiv, teils aus der Erinnerung, teils auf der Basis von Aufzeichnungen erzählt. Wenn also bei dem einen oder anderen Bild oder der Geschichte eine Jahreszahl fehlt, ist das vielleicht nicht wissenschaftlich korrekt, aber diesen Anspruch habe ich an mich und das Buch nie gestellt.
Das zweite Thema betrifft die Vergangenheit. Falls du auf die Idee kommst, dass ich die damalige, vergangene Zeit glorifiziere und der Meinung bin, dass früher alles besser war, muss ich dich jetzt enttäuschen. Es mag sein, dass der Blick auf die vergangene Zeit manches einfacher oder vertrauter erscheinen lässt. Jede Zeit hat ihre Höhen und Tiefen. Jede Generation hat die Möglichkeit, sowohl aus den positiv, als auch aus den negativ empfundenen Ereignissen aus der Vergangenheit und auch der Gegenwart zu lernen, gewonnene Erkenntnisse zu nutzen und entweder optimistisch, oder pessimistisch nach Vorne zu schauen. Damals und heute konnte man sich entweder zurücklehnen und resignierend feststellen, dass man ohnehin nichts ändern kann, oder mutig voranschreiten und sein Umfeld aktiv mitgestalten. Es war, ist und wird auch in Zukunft eine Entscheidung sein, die jede:r für sich selbst treffen muss, sofern dies noch nicht geschehen ist.
Nochmals vielen Dank, dass du mich auf dieser Reise begleitet hast. Ich freue mich darauf, weitere Geschichten und Erinnerungen mit dir zu teilen.
Wenn alle klappt, erscheint der zweite Band des Buches im kommenden Jahr.
Bis dahin alles Liebe
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Beschreibung Band 1
Präambel Band 1
Stand: 9/2026

